Blog

von Philipp Engelsberg 22. Februar 2026
Warum KI ohne funktionierende IT-Strukturen in der Sozialen Arbeit nicht entlastet. Ein Fachbeitrag zu Digitalisierung, Kompetenzaufbau und digitaler Souveränität.
Spielecontroller verbunden mit dem SoKI-Logo
von Theodor Schöwitz 29. Dezember 2025
Gamifizierung nutzt spielerische Elemente, um die Motivation für Aufgaben zu steigern, die im Alltag oft als langweilig, anstrengend oder wenig attraktiv empfunden werden. Durch Belohnungssysteme, interaktive Szenarien oder narrative Strukturen können auch komplexe oder unangenehme Tätigkeiten ansprechender gestaltet werden. Ein ungewöhnliches, aber eindrucksvolles Beispiel ist der Dating-Simulator „Tax Heaven 3000“ des Spielestudios MSCHF. Hier wird die Erstellung einer US-Steuererklärung in ein romantisches Spiel integriert: Ein virtueller Partner stellt im Rahmen einer Liebesgeschichte immer persönlichere Fragen - darunter auch solche zu finanziellen Verhältnissen, die für die Steuererklärung relevant sind. Obwohl das Spiel ein kreatives Paradebeispiel für Gamification (Gamifizierung) ist, steht es in der Kritik, da es klischeehafte und sexualisierte Darstellungen weiblicher Figuren reproduziert und damit problematische Rollenbilder verstärkt.
Die Werte von Sozial KI
von Theodor Schöwitz 8. Dezember 2025
Die Idee zu Sozial-KI entstand im Sommer 2024 im Rahmen des Studiengangs „Digitalisierung in der Sozialen Arbeit“ an der DHBW CAS in Heilbronn. Während der Vorlesungen wurde zunehmend klar, dass Sprachmodelle das Potenzial haben, das Sozialwesen grundlegend zu verändern. Ein großer Teil der Arbeitszeit in diesem Bereich besteht aus schriftlichen Tätigkeiten - von Falldokumentationen und Berichten bis hin zur Korrespondenz mit Klient:innen und Kooperationspartner:innen. Sprachmodelle können solche Aufgaben teilweise übernehmen und damit Fachkräfte entlasten, sodass mehr Zeit für die direkte Interaktion mit den Klient:innen bleibt. Erste Tests mit anonymisierten Beispielen aus der Praxis bestätigten diese Annahme: KI-Modelle wie ChatGPT eignen sich tatsächlich, um zeitaufwendige Schreibarbeiten vorbereitend zu unterstützen. Allerdings stellten sich schnell zentrale Probleme heraus - der sichere Umgang mit hochsensiblen Sozialdaten sowie die Verarbeitung von tabuisierten Inhalten wie Gewalt und Sexualität. Die gängigen KI-Lösungen großer US-Anbieter kamen aufgrund von Datenschutzbedenken nicht infrage, und bestehende Alternativen boten entweder unzureichenden Schutz oder zu wenig Funktionalität für den produktiven Einsatz. Da keine passende Lösung auf dem Markt verfügbar war, die sowohl den besonderen Anforderungen des Sozialwesens als auch den hohen Standards an Datensouveränität gerecht wurde, beschlossen wir, selbst einen Prototypen zu entwickeln. Dabei flossen von Anfang an ethische und technische Ansätze ein, die Datensicherheit, Unabhängigkeit und die spezifischen Bedürfnisse sozialer Einrichtungen berücksichtigen. Unser Ziel war es, eine Lösung zu schaffen, die nicht nur funktional, sondern auch werteorientiert ist - ganz im Sinne der Prinzipien, die uns im Studium vermittelt wurden .
Fähigkeiten von AI / KI Systemen Infographic
von Theodor Schöwitz 5. November 2025
Eine beispielhafte Erkundung von für soziale Arbeitsfelder relevante KI-Fähigkeiten
Grafik zu DSGVO und US Cloud Act Risiken bei KI-Nutzung in der Sozialen Arbeit
von Niclas Höhl 22. Oktober 2025
Sozialwirtschaftliche Organisationen, die Künstliche Intelligenz in ihre Arbeitsprozesse integrieren möchten, stehen häufig vor der Frage, ob und wie diese Technologie datenschutzkonform eingesetzt werden kann. Gerade im sozialen Bereich werden besonders sensible personenbezogene Daten von Schutzbefohlenen verarbeitet. Solche Informationen erfordern einen besonders sorgfältigen Umgang. Für soziale Träger hat der Schutz dieser Daten höchste Priorität – sowohl aus ethischer Verantwortung als auch wegen der möglichen Sanktionen bei Datenschutzverstößen. Hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards sind daher unverzichtbar, um die Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erfüllen. Ein Risiko, das vielen Organisationen bislang kaum bewusst ist, ist der Einfluss des US CLOUD Act. Dieses Gesetz kann selbst dann Auswirkungen auf den Datenschutz haben, wenn Daten ausschließlich auf europäischen Servern gespeichert werden.